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Liebe Leser des Blogs und Freunde von Bodo
Die SY BALU wurde an einen deutschen Segler verkauft und segelt seit Dienstag wieder über den Atlantik. Die Reise der BALU und das Leben gehen weiter.
Ich freue mich, dass Bodos Schiff nicht länger verwaist und hoffnungslos an Land stehen muss und wünsche dem neuen Besitzer und seinen beiden Mitseglern viel Glück.
Aufgrund von Nachfragen und der Tatsache, dass immer noch so viele Besucher auf diese Seite kommen wird der Blog noch Online bleiben. Es ist aber kein Buch der Reise geplant wie Bodo selbst es vor hatte, da über den Blog hinaus keine weiteren Aufzeichnungen vorliegen.
Wenn die Behörden die Untersuchungen abgeschlossen haben und eine amtliche Toderklärung vorliegt, möchten wir die Gelegenheit geben auf einer entsprechenden Feier von Bodo Abschied zu nehmen. In Hinblick auf die zahlreichen Freunde aus der Oberpfalz planen wir dies in Amberg oder Umgebung zu tun, können aber noch keinen Ort und Zeitpunkt nennen. Um die Anzahl der Teilnehmer abzuschätzen, bitte ich um eine unverbindliche Anmeldung mit Name/eMail/Postadresse unter der Adresse abschied@balu-auf-reisen.de. Veranstaltungsort und Datum werden dann später, sobald es feststeht, über die zugesandten Kontaktdaten mitgeteilt.
Liebe Grüße
Thomas Rufenach

Selbstporträt von Bodo am 24.12.2010
Immer noch kommen täglich Hunderte auf diese Seite, wohl in der Hoffnung neues zu erfahren. Aber es gibt nichts mehr zu sagen.
Die Suche ist eingestellt und wenn man die Karte mit seiner Eintragung der letzten Position betrachtet, muss man akzeptieren, dass er nicht mehr auffindbar ist.
Gemeinsam mit Renè und Renate habe ich Bodos persönliche Sachen von der Gendamerie übergeben bekommen. Wir haben die Kosten für die Bergung beglichen, die Balu leer geräumt, Kleidung und Lebensmittel vor Ort verschenkt und den Rest weggeworfen. Wenn man weiss, das Bodo mehr als 40 Jahre als Fernmeldetechniker gearbeitet hat und keine großartige Pension erhielt, tut es umso mehr weh, die Dinge die er sich erspart hatte, so einfach aufzugeben.
Die Balu wurde in die Werft gebracht und auf einem angemieteten Landstellplatz abgestellt. Dort steht Sie nun, gut gerüstet mit allem was man für eine Weltumseglung benötigt und wartet auf einen, der wie Bodo seine Träume verwirklichen will.

Letzter Eintrag um 5:15 UTC

Balu im Travellift
Keine neuen Nachrichten von Bodos Verbleib.
Bodo wird jetzt noch über Funk und wenn der Wellengang zurückgeht mit dem Schiff gesucht.
Heute habe wir uns innerhalb der Familie und mit Freunden über die weitere Vorgehensweise abgestimmt und Morgen werde ich nach Martinique fliegen. Renate die lange Zeit die Segelschule mit Bodo betrieben hat, wird mich begleiten und gemeinsam mit ihrer und Renès Hilfe soll ich die Balu einlagern und Bodos persönliche Sachen nach Hause holen, da die Gendamerie die Untersuchung für abgeschlossen erklärt hat und das Schiff freigibt.
Ich danke Euch für die Unterstützung der letzten Tage, die tröstenden Worte und den Hilfskräften und Seglern vor Ort für Ihre Mithilfe. Ganz besonders Renè, Markus, Adjutant Martini und seinen Leuten und Frau Michel vom Konsulat, die alle weit mehr getan haben als man erwarten durfte.
Thomas Rufenach
Heute Nacht habe ich noch mit Renè telefoniert und heute Abend mit dem Konsulat, dass mir alle Informationen der Gendamerie übersetzt hat zukommen lassen.
Die Suche auf See wurde Gestern Mittag und Heute ganztägig wegen hohem Wellengang eingestellt und wird auch nicht wieder aufgenommen. Lediglich die Suchmeldung über Funk erfolgt noch.
Ich habe die Informationen erhalten wo überall nach Bodo gesucht wurde. Es ist wirklich umfangreich und schließt auch die Küste von Martinique und St, Lucia mit ein.
Er wird nun fast 5 Tage vermisst und ohne Trinkwasser kann man das nicht überstehen.
Bitte verzichtet darauf in den Kommentaren Spekulationen zu äußern.
Thomas
Soeben erhielt ich folgende Nachricht von Renè Brun, Bodos Segelfreund der mit seinem eigenen Schiff die Überfahrt gemacht hat.
Zitatanfang==>Grüezi
gestern Nachmittag habe ich mich mit der hiesigen Gendarmerie, insbesondere Herrn Martini getroffen um die Faktenlage zu analysieren. Es gibt noch viel zu viele offene Punkte um etwas abschliessendes zu sagen. Klar ist, dass Bodo etwas schneller war als von mir geschätzt und dass sein letzter Positionseintrag am 09.01.2011 um 0115 Lokalzeit (0515 UTC) auf der Karte in etwa da war wo ich vermutete dass er reinhalsen oder anluven würde. Was danach geschah kann noch nicht gesagt werden. Ich treffe mich heute Nachmittag (12.01) mit Adj. Martini auf Bodos Boot um hoffentlich zu einem genaueren Bild zu kommen. Man kann mit Sicherheit sagen, dass die hiesigen Behörden einen grossen Aufwand treiben sowohl um Bodo zu finden als auch um den Vorfall aufzuklären.
=>>Zitatende
Das sind die besten Nachrichten seit langem. Bodo war näher am Ufer als von den Behörden erwartet, nämlich in Küstennähe wie Renè vermutet hatte und die Gendarmerie hat Ihn nicht aufgeben und sucht mit Hochdruck.
Da Konsulat hat sich gemeldet. Die Polizei arbeitet jetzt mit Bodos Segelfreund Renè Brun zusammen. Die Seenotrettung HRCC sucht nicht mehr, die Polizei hat Bodo noch nicht aufgegeben und es wird weiterhin mit Flugzeugen, Hubschraubern und Booten nach Ihm gesucht.
Liebe Leser dieses Blog
Da nun vermehrt Publikationen in der Presse auftauchen möchte ich ein paar Worte in eigener Sache sagen.
Wir geben keine Interviews, da die Angehörigen und zahlreichen Freunde von Bodo mit der aktuellen Entwicklung nicht Morgens beim Bäcker konfrontiert werden sollen. Auch wenn ich den Wunsch der Reporter, mehr Informationen als ihr Mitbewerb zu haben verstehe, kann ich nur anbieten die Bilder und Texte dieses Blogs zu verwenden. Alle Aussagen wie: “Im Interview sagte……” entspringen der Kreativität des Reporters.
Ich bitte auch die Freunde und Bekannten von Bodo sich daran zu halten. Wie möchten Aufmerksamkeit für Ihn, damit er nicht aufgegeben wird und nicht die Sensationslust und Publicitysucht einzelner befriedigen.
Ich bitte auch um Zurückhaltung in den Kommentaren; sowohl hier als auch bei Online-Zeitungen und Foren. Bodo hat nicht nur jahrelange Erfahrung als Segler und hat zahlreiche Scheine und Qualifizierungsnachweise erlangt, sondern hat als Segellehrer viele hundert Seglern dieses Wissen weiter vermittelt. Aussagen wie “ich bin auch schon mal gesegelt und hätte das und das anders gemacht..” werde ich auch weiterhin kommentarlos löschen und bitte auch die Adminstratoren der anderen Foren darum. Das gleiche gilt zu Aussagen der Suchaktion. Wir fühlen uns alle hilflos und würden gerne mithelfen. Die Seenotrettung und Küstenwache haben zwar nicht dieses tiefe und persönliche Interesse wie wir, aber sicherlich die berufliche Professionalität. Ein vermisster Segler passiert denen nicht zum ersten Mal, uns aber schon. Was Windrichtung, Strömung etc. angeht braucht man denen nicht zu erklären. Die brauchen nur zuverlässige Informationen, die Ihnen bei der Rekonstruktion des Unglücks helfen und somit den möglichen Aufenthaltsort zu bestimmen.
Thomas Rufenach
Gerade habe ich mit der HRCC telefoniert. Sie haben die Suche mit den Flugzeugen heute Nachmittag eingestellt. Sie rechnen nicht mehr damit Bodo im Wasser zu finden, senden aber immer noch den Aufruf an die anderen Schiffe über Funk.
Jetzt warte ich noch auf Rene. Ich hatte über das Konsulat die Verbindung zur ermittelten Behörde hergestellt. Ich hoffe, dass diese das Absuchen des Ufers veranlasst haben.
Thomas
Die zusätzliche Suche wird ab 13 Uhr mit einem Hubschrauber der Gendarmerie gestartet, ganz gezielt um die Ilet Cabrit herum und überhaupt entlang des Kanals Richtung Sainte-Lucie/Saint-Lucia, gemäß Ihrer Schilderungen. Darüber hinaus läuft immer noch die Suche mit dem Militär-Hubschrauber, der ganz gezielt das Meer absucht.
Ich habe gerade mit dem Konsolat telefoniert. Mein Anruf bei der örtlichen Polizei war weniger erfolgreich, da man dort ausschliesslich französisch spricht und ich als zweite Fremdsprache Latein hatte kamen wir nicht zusammen.
Gestern Abend hatte ich mich noch an das Konsolat gewand, um darum zu bitten, Rene Brun in die Suche einzubeziehen, da er Bodo kennt und vor Ort ist. Der ermittelnde Polizist ist wohl gerne dazu bereit und hat schon ein Boot zu der Stelle am Leuchtturm geschickt, die Rene als eine Möglichkeit gesehen hat.
Auch wird weiterhin mit Flugzeugen gesucht, wie mir die Dame vom Konsulat mitgeteilt hat und auch Markus Neumann vom MRCC erfahren hat.
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